Denise und ich haben gestern den Nachmittag am Strand verbracht und sowohl die Sonne, als auch das Meer sehr genossen. Wir haben Wellen, richtig schön! Aber ich lasse mal ein paar Bilder sprechen.
| Denise, meine Mitvolontärin :) |
Jetzt denken einige sicher, dass wir nur zum Vergnügen hier sind. So ist das aber nicht. Seit Sonntag arbeiten wir nun schon im Kfar und sind dabei uns einzugewöhnen, was bei den lauter netten Mitarbeitern recht schnell geht. Die Arbeit beginnt für mich morgens um 7 Uhr. Zusammen mit Steffi wecke ich die Friends, so wie die Autisten hier liebevoll genannt werden, und helfe dabei sie für den Tag fertig zu machen. Anziehen, Zähne putzen, Haare kämen - so wie sich das nun mal gehört. Danach wird gemeinsam im Haus, wo 8-9 Friends gemeinsam leben, gefrühstückt. Wir bereiten das vor und achten dabei auf die individuellen Wünsche. Danach geht es in die Arbeitsgruppen. Diese sind sehr unterschiedlich und oftmals auch nach dem Grad der Behinderung unterteilt. Es gibt unter anderem eine Gartengruppe, eine Keramikgruppe, eine Sportgruppe und auch eine Gruppe die spazieren geht. Dabei darf man sich aber nicht die schwierigsten Aufgaben vorstellen. Die letzten beiden Tage bin ich zusammen mit einer Gruppe in den Nachbarort zu einer Malschule gefahren. In dieser Gruppe sind die Friends sehr fit und das hat mich am Anfang überrascht. Sie meistern eine Menge selbsständig und sprechen auch teilweise viel. Noch ein Grund mehr für mich schnell hebräisch sprechen zu lernen. Aber selbst in den drei Tagen ist mir aufgefallen, dass man sich schnell ein Arbeitshebräisch angewöhnt. Worte, die man immer wieder braucht, um mit den Friends zu kommunizieren. Die Malgruppe hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, weil ich mich schon sehr intensiv mit den Friends beschäftigen konnte. Deswegen hat es mich total gefreut heute zu hören, dass dies für das Jahr meine feste Gruppe sein wird. Wer mich kennt, der weiß, dass hier zwei Herausforderungen für mich anstehen - ich und eine Malgruppe, wer hätte das gedacht?
Nach der Gruppe kommt man wieder in sein Haus zurück und isst gemeinsam mit den Friends zu Mittag. Danach löst einen die Nachmittagsschicht ab und man hat nach 8 Stunden Arbeit Feierabend.
Nun steht aber erstmal ein langes Wochenende vor der Tür - bis Sonntag ist frei! Morgen wird nämlich Rosh Hashana, das jüdische Neujahrsfest gefeiert. Schön, dass wir frei haben - Eher weniger schön, dass bis Samstag Abend keine Busse fahren und wir nun versuchen unser Wochenende mit den übrigen eKir-Leuten meiner Organisation zu planen. Mal sehen, wie wir ins neue Jahr rutschen (haha). Plan A war eigentlich nach Tiberias zu fahren und den See Genezareth zu besuchen, aber das verschieben wir nun.
Das war es erstmal von mir.
Schana tova und bis nächstes Jahr! ;-)
P.S Es gibt nun eine ofizielle Adresse, wo meine Post ankommen darf. Diese soll nämlich zum Kfar, also an meine Arbeitsstelle geschickt werden, da dies der sicherste Weg ist.
Ich freu mich über Post jeder Art, am liebsten aber über die, die mit Süßigkeiten gefüllt ist, denn das ist hier noch teurer, als alles andere sowieso schon :-D
Laura Wiggers
o/c Kfar Ofarim
Derech Dr. Moshe Sneh 199
69512 Ramat HaSharon
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