'Jesus, I'm not going to be one of those people who sits around talking about what they're gonna do. I'm just going to do it.' - John Green

Freitag, 18. Oktober 2013

"Ich bin eine Ölsardine!"

Es ist allerhöchste Zeit euch von meinem Trip zum Toten Meer, dem tiefsten Punkt der Erde, zu berichten. Letztes Wochenende machten die üblichen Vier sich auf den Weg drei Tage in der Wüste zu verbringen. Das Wochenende war so unglaublich beeindruckend, dass ich schon in einigen Erzählungen festgestellt habe, dass mir die Worte fehlen, um alles treffend zu beschreiben. Ich werde mich also kurz halten, und euch dafür mit mehr Bildern versorgen, die heute meine Sprachlosigkeit ersetzen sollen.

Mit vollen Taschen bepackt ging es freitags vormittags nach Jerusalem, wo Denise und ich auf Jule und Judith trafen. Gemeinsam fuhren wir dann weiter Richtung 'Ein Gedi'. Hier wollten wir zwei Nächte am Strand zelten. Schnell stellte sich für uns heraus, dass das die beste Entscheidung war, die wir hätten treffen können. Kein teures Youthhostel konnte den Blick auf das Tote Meer bis rüber nach Jordanien ersetzen. Schnell waren die Zelte aufgebaut und schon wagten wir unser erstes Bad im Toten Meer. Ich kann euch gar nicht beschreiben was das für ein Gefühl ist. Mein erster Gedanke war 'ich bin eine Ölsardine' und ich glaube, diese Beschreibung ist sehr treffend. Man schwebt wirklich im Wasser und schwimmen ist nahe zu gar nicht möglich, da die Beine aus dem Wasser herausragen und man somit die Schwimmbewegungen in der Luft macht. Ich bin eindeutig der Meinung, dass jeder mal die Erfahrung gemacht haben sollte im Toten Meer zu schweben! Aber seht selbst:

unser kleines Heim
das Tote Meer

die ersten Sekunden im Wasser und die Entdeckung, dass ich eine Ölsardine bin... :-D
... oder ein Kugelfisch.
die obligatorische Zeitung und Karl dürfen natürlich nicht fehlen.

Am nächsten Morgen genossen wir dann den Sonnenaufgang über Jordanien und machten uns vormittags in den Nationalpark von 'Ein Gedi'. Eine atemberaubende Oase mitten in der Wüste. Schöne Wanderwege zu Wasserfällen, in denen wir uns großzügige Abkühlungen gegönnt haben.
Sonnenaufgang!
Let's go!
baden im Wasserfall - was für ein schönes Erlebnis!

und danach..

... in der Sonne entspannen
König Davids Quelle
Wuppertaler City-Girls - bald machen wir ein eigenes Fotoalbum!
fleissiges Wandern
Blick auf das Tote Meer
Sonntag in der Frühe packten wir dann unsere Zelte wieder zusammen und nahmen um 8 Uhr schon das Sherut nach Masada. Masada ist eine alte Festung, die im Auftrag von König Herodes gebaut wurde und mitten in der Wüste im Gebirge liegt. Nachdem die Römer im jüdischen Krieg Masada rundherum belagerten, entschieden sich die jüdischen Bewohner der Festung dazu, sich lieber selber das Leben zu nehmen, als von den Römern getötet zu werden. Als die Römer schliesslich Masada stürmten, erwartete sie im wahrsten Sinne des Wortes toten Stille. Auf Grund dieser Geschichte ist Masada heute ein wichtiges Freiheitssymbol für die Juden, worauf sie sehr stolz sind. Immer wieder hört man in dem Zusammenhang 'Masada darf nie wieder fallen'. 
Das Weltkulturerbe wollten wir natürlich auch erkunden und wagten uns also über den 'Snake Path' auf die Festung. In der prallen Hitze waren wir nach einer guten Stunde oben angekommen und genossen sowohl den Ausblick, als auch die wirklich interessanten Ausgrabungen und Ruinen.
auf gehts da hoch!
GESCHAFFT!

die Festung
der schwarze Streifen trennt die originalen Reste von den ergänzten Bauteilen - alles unterhalb der Linie, ist genau so erhalten vorgefunden worden.
Bodenmosaik der byzantischen Kirche
das Gelände
Und rund..
...herum..
...unglaubliche Ausblicke in die Wüste
daaaaaa unten sind wir losgelaufen!
die römische Rampe
Karl :-)

Abends wieder in Ramat HaSharon fielen Denise und ich eindeutig fix und fertig ins Bett. Aber ich muss sagen, dass dieses Wochenende zwar anstrengend war, sich aber voll und ganz gelohnt hat. Man fährt ein paar wenige Stunden mit dem Bus und hat das Gefühl, dass man eine andere Welt betritt. Die Landschaft lässt einen einfach nicht aufhören zu staunen. Man befindet sich in der Wüste, umgeben von Sand und Gestein und kann dennoch im Toten Meer baden und unter eiskalten Wasserfällen stehen. Ich wünschte, ich könnte euch diesen tollen Ort einmal genauer zeigen. Manche werden ja wohl die Gelegenheit bekommen :-)
Liebste Grüße nach Deutschland! Und ich kann euch beruhigen, so langsam kommt der Herbst auch hier an. Heute hat es zum ersten Mal geregnet ;-)
Bis Bald!

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