Es ist soweit. Mein Freiwilliger Friedensdienst in Israel hat begonnen.
Heute morgen um 7:20 ging der Flieger vom Düsseldorfer Flughafen nach Tel Aviv. Und nun sitz ich hier auf meinem Bett in der WG, die für ein Jahr lang mein zu Hause sein wird.
Aaaaaaber jetzt mal langsam und von vorne!:
Nach meinem zweiwöchigen Ausreisekurs in Bonn, ist es mir wirklich schwer gefallen, die anderen Freiwilligen, die ich in der kurzen Zeit schon ins Herz geschlossen habe, zu verabschieden. Mir blieben nur noch zwei Tage zu Hause und die waren gefüllt mit letzten Vorbereitungen, packen, Familienessen, packen, noch die letzten Verabschiedungen, packen und ach, hab ich schon packen erwähnt? Mir war wirklich nicht bewusst, wie schwer es ist, sein Leben in 23 Kg zu verpacken. Danke an Kimberly und Olli, die voller Geduld noch heute morgen um 4 Uhr früh mit mir versucht haben ein paar Sachen auszusortieren.
Heute morgen am Flughafen ging es dann in die nächste Verabschiedungsrunde. Meine Familie war da, Klara, Käthe und Olli, was mir sehr viel bedeutet hat. DANKE. Ein paar dicke und herzliche Umarmungen später saß ich aber schon mit meinen sieben Mitfreiwilligen im Flugzeug nach Israel.
Am Flughafen wurden wir von zwei deutschen Studentinnen empfangen, die sowohl mit uns im Kfar arbeiten, als auch noch bis Ende September mit uns in der WG wohnen. Hey, Denise und ich sind schon mal nicht obdachlos, auch wenn diese absurde Vermutung eine Weile in unserem Kopf herum schwirrte. Die Mädchen sind super lieb und haben uns schon einiges über die Arbeit im Kfar erzählt und uns versucht so gut wie möglich in der Wohnung willkommen zu heißen. Die Wohnung ist vollkommen in Ordnung. Es gibt ein dreier Zimmer und ein zweier Zimmer, das Denise und ich uns ab nächster Woche teilen, wenn ein anderer Freiwilliger ausgezogen ist. Dann werden wir uns das schon nett machen und ich bin mir sicher, dass ihr dann auch Fotos zu sehen bekommt. Bis dahin aber schlafe ich mit den zwei Studentinnen im Zimmer, Denise mit dem weiteren Freiwilligen nebenan.Wir haben auch schon die Hauptstraße in unserem Wohnort Ramat haSharon erkundet und festgestellt: a) wir müssen eindeutig hebräisch lesen lernen, sonst wird unser Leben das reinste Rätsel-raten, b) um unsere Haare müssen wir uns eindeutig keine Sorgen machen, denn es gibt mindesten 10 Friseure und c) die Falafel um die Ecke schmeckt eindeutig gut!
So viel zu meinen ersten Stunden in Israel. Ich kann es noch gar nicht richtig begreifen, dass dies jetzt meine Heimat auf Zeit ist. Ich danke schon mal jetzt allen Menschen, die mich immer bedingungslos unterstützt haben und es auch weiterhin tun. Ich glaube nicht, dass ich sonst diese Erfahrung machen könnte. Danke!
Morgen geht es dann zu unserer Arbeitsstelle. Ich bin sehr gespannt.
Bis Bald, Laura.
P.S. Oh Klära, dein Geschenk ist einfach unglaublich! Ich werde jede Ein-Weg-Kamera mit Bilder füllen und wir werden sie uns nächstes Jahr gemeinsam angucken.

Liebe Laura,
AntwortenLöschendanke, dass Du an mich gedacht hast und mir den link zu Deinem Blog geschickt hast! Ich wünsche Dir eine wunderbare Zeit in Israel und bin mir sicher, dass Du viele tolle neue Erfahrungen machen wirst, aber auch dort ein Gewinn für alle Menschen bist!
Ich drücke Dich! Liebe Grüße!
Isabelle Defort